11.02.2010
Oh Adolf – bewahre uns vor den Asozialen
Damals war die Welt in Hamburgs Elbvororten noch in Ordnung. Wir sammelten Geld und unterstützten diese Gruppierung, die versprach, die kommunistischen Auswüchse mal so richtig zu beschneiden.
Wir sind das Kapital, geben und schweigen sonst.
Auch Herr Schill konnte sich auf unsre großzügigen Spenden verlassen, als er mit dem Versprechen antrat, all das Gesocks – also auch die SPD – zu beseitigen. Wir wußten ja nicht, dass er alles wegkoksen würde.
Doch manchmal muss man auch sein Wort erheben, so wie jetzt gegen die sozialistischen Bestrebungen des Hamburger Senats, die Kinder gemeinsam länger in einer Grundschule zu quälen. Wer will schon, dass seine hübschen Kindchen mit den sauberen Jäckchen und frisch frisierten Häärchen mit Asozialen länger als notwendig zusammenleben? Die Grundschule an sich ist ja eine eigentlich schon unverantwortbare Gleichmacherei. Da kann doch niemand allen Ernstes sie auch noch verlängern wollen.
Reich bleibt reich und edel. Wir haben nichts gegen die Assis, wir wollen sie einfach nur nicht sehen. Wir wollen lernen, heißt unsere Initiative, und zwar vor allem, dass alles so bleibt wie es ist. Hätte der Mann damals den Krieg nicht so plump verloren, stünden wir hier an der Elbe noch deutlich besser da. Kriminelle Ausländer, von denen uns die Medien berichten, gäbe es keine. Alles wäre sauber. Auch die Penner, die sich bei uns am Bahnhof Blankenese rumtreiben, wären in schönen Lagern.
Wir wollen lernen, dass die Vergangenheit die besten Besipiele parat hat.
Rohrstock statt Rotze – oh da ist mir ja mal wieder ein toller Slogan für die bevorstehende Diskussion mit den Sozialisten von SPD, Grünen und CDU eingefallen. Vielleicht könnte ja auf unseren Plakaten ein ganz kleines Pluszeichen mit vier so schönen Häkchen an jedem Ende als Symbol unserer Lernbereitschaft prangen. Man muss nur Ideen haben.