Archiv für die Kategorie 'Allgemein'

Ich fahre ja tatsächlich einen Opel, doch langsam wird es mir peinlich. Vor einem Jahr als der Solarkonzern SolarWorld seine Kaufabsicht für Opel kundtat, sah ich mich schon als Kunde eines Autobauers der Zukunft. Pleite wegen verfehlter Modellpolitik und Finanzkrise. Na und? War wohl nötig für den Aufbruch in die nachhaltige Automobilwirtschaft. Dafür wäre ich hupend durch die Stadt gefahren.

Das hat leider nicht geklappt. Trotz Milliarden schwerer Verlusten kommt GM nicht schneller voran als eine Schnecke. Schlimmer noch: Der Konzern benimmt sich wie ein grenzdebiler Zirkusdirektor, der der Öffentlichkeit eine schlechte Nummer nach der anderen serviert. Leider lässt sich auch Frau Merkel mit dem Nasenring durch die Mange ziehen. Ob Herr Westerwelle jetzt mal so richtig Dampf macht und den Zirkuslöwen mimt (he brülls sörtänlie auf deutsch natürlich).

Ganz ehrlich. Wen wundert dieses Taktieren der Ammis eigentlich wirklich? Die wollten doch von Beginn an nicht Mitspielen beim Opelbefreiungskampf. Das einzige bliebe  dann wohl doch die Enteignung durch den Staat. Nur mit diesem Machtmittel hätte dieser noch eine Chance, von der Wirtschaftswelt ernst genommen zu werden. So könnte auch den dreisten Versagern aus Detroit klar gemacht werden, dass ihre Zeit vorbei ist. Auch dafür würde ich hupend durch die Stadt fahren.

oliristau

Gegendarstellung – Danke Focus

Leider sind Gegendarstellungen selten geworden in der heimischen Presselandschaft, dabei sind sie von zentraler Bedeutung, kann doch ein jeder, der sich falsch beschrieben sieht, davon Gebrauch machen. So auch der Focus-Chef Markwort in der Ausgabe der Frankfurter Rundschau vom 9. Oktober. Dankenswerterweise erfährt der Leser, dass das Nachrichtenmagazin Focus in Person von Herrn Markwort “zu keiner Zeit ein(en) Deal ‘nette Geschichten gegen Anzeigen’ oder sonst irgendein Deal über redaktionelle Inhalte zwischen” ihm “und der Landesregierung Nordrhein-Westfalen vereinbart” habe. Gut zu wissen. Vorher hatte ich noch nie von diesen Unterstellungen gehört. Jetzt, wo Herr Markwort sie dementiert, bin ich natürlich beruhigt, dass an diesen mir bis dato unbekannten Vorwürfen selbstverständlich gar nichts dran ist. Wie könnte man denn auch nur annehmen, das Herr Markwort mit der schwarz-gelben Regierung in Düsseldorf Geschäfte macht, bei der die eine Seite Anzeigen schaltet und die andere gefällige Berichte publiziert. Wäre mir nicht ohne die Gegendarstellung in den Sinn gekommen. Deshalb freue ich mich sehr über die neue Belebung dieses Stilmittels des Journalismus’

Danke Focus, danke Helmut M.

Herzlichst Ihr Dr. Herzler

oliristau

Who`s dead?

Ein Blog ist ja dazu da sich zu äußern, und das gilt natürlich auch für den Tod von Michael Jackson. Ich fand ihn ja früher als er ein Top-Star der 80er war unerträglich mit seinem Griff an den Sack und ähnlich peinlichen Attitüden. Dennoch hat mich sein Tod wie Millionen andere geschockt, weil er ein Teil der Welt ist, in der ich groß geworden bin, und wenn keiner zugesehen hat, habe ich ja auch dazu getanzt.

Festgemeißelte Vorurteile kann wohl nur der Tod erweichen. Ich nahm eine MJ-CD (History) aus unserem Ständer – ich hatte sie in den letzten zehn Jahren bis zu jenem Freitag vielleicht zweimal aufgelegt – ließ sie laufen und jetzt gefiel mir die Musik. Als ich das Büchlein zur CD durchblätterte, fiel mir eine kleine Selbstzeichnung von MJ ins Auge, auf der er als Kind in einer Ecke saß mit einem Mikro unter einem Bein hervorlukend und den Betrachter traurig und schutzsuchend ansah. In Handschrift stand dort sinngemäß: “Verurteile mich nicht, streng dich an mich zu lieben, ich bin ein Kind ohne Kindheit.”

Und ich dachte: Mann, genau das hast du getan, ihn verurteilt, so wie Millionen andere auch, und so wie täglich überall auf der Welt Millionen weitere für ihr Tun, Dasein, ihre Meinungen verurteilt werden. Wie wenig entspricht das der Wahrheit. Möge uns MJs Tod lehren, zukünftig vorsichtiger mit unseren Urteilen über andere zu sein. Sorry Man, aber Danke für den Blick auf diese Wertberichtigung.

Diese Begrüßung auf wertberichtigung.com an alle, die nach Wertberichtigungen und ihren Wurzeln fahnden. Von letzteren gibt es zwar reichlich in letzter Zeit, insbesondere im Bankensektor - doch angeblich sind sie nur ein kleiner Unfall des modernen – wir würden maroden sagen -Kapitalismus wie Herr Ifo-(Un)Sinn uns weismachen will, weil er hofft, seinen mäßigen Kinnlappen auch weiterhin in die Kamaras halten zu können. Wir glauben das leider nicht, sondern wissen um den Charme,  dass Wertberichtigungen das ganze System – wie es pulst und blubbert – zentrifugieren können. Darin liegt eine große Chance wie wir finden.  Übrigens: das Wort setzt sich aus wer, ich  und Richtung zusammen. Das verstehen wir als Aufforderung, danach zu suchen.

oliristau

Willkommen auf meinen Seiten

Liebe Leser,

auf dieser Seite gehts um Wertberichtigungen und andere Texte aus meinen tastaturischen Federn. Kritische und kreative Betrachtungen zur Lage der Nationen, ihrer handelnden Menschen, der darob berichtenden Medien und gesellschaftlichen Tendenzen nah und fern, heute und gestern. Ernst geht es übrigens schon genug zu in unserem Land, da darf ruhig auch mal gelacht oder, wem das zu viel ist, gegrinst werden.

Außerdem lege ich jedem meinen Roman “Wertberichtigung” ans Herz, in dem der Hamburger Halbspanier und Computerunternehmer Deseo Ferrer davon träumt, seine Firma auch gegen Widerstreben seines Partners Leon Steiner an die Börse zu bringen. “Wertberichtigung” handelt von der Gier nach Macht, Einfluss und Geld und der Suche nach dem richtigen Weg im Leben. Das 252 Seiten Buch spielt in Hamburg und Barcelona

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