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Ikea: Swedish Invasion Part II

Eigentlich habe ich nichts gegen Ikea. Mich nervt nur, wie voll es da immer ist, wie viele Menschen sich wie bei einem Herdentrieb im Wilden Westen über die Ausstellungsflächen zwängen. Ich bekomme da Platzangst und wünsche mir einen Flammenwerfer. Deshalb wehre ich entsprechende Ansinnen meiner Frau, zu Ikea zu fahren, immer ab.
Doch langsam werde ich agressiv gegen die sich wie Schleim ausbreitende DauerPR der Schweden hier in Hamburg.  Eine gesponsorte Ikea-Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe, angebliche Gutscheine zum Einkauf über mindestens 50 Cent (wow, da lohnt die Fahrt richtig), die am Bahnhof Altona verteilt werden, geschmierte Pressesprecher des Bezirksamtes Altona und aktuell eine dubiose Pro-Ikea-Initiative, die mit den Konterfei von jungen Menschen und dem Spruch wirbt, Altona habe ohne Ikea keine Zukunft. Welche Anmaßung für ein Billig-Selbstbau-Möbelhaus.
Und warum das Ganze? Wie viele Leser dieses Blogs und anderer Publikationen wissen, wollen die Schweden ein Kaufhaus in die 70er-Jahre-Einkaufsstadt von Altona bauen. Als Anwohner kann ich dem nichts abgewinnen und habe heute schon einen Horror, wenn ich an den anrollenden Verkehr denke, den es laut Ikea aber nicht geben wird. Nur dann wäre Ikea nicht mehr Ikea. Ohne Autos funktioniert der Laden nicht. Wer hat schon Lust,  die Selbstbaukästen zu Fuß nach Hause zu schleppen?
Tut mir leid, aber ich bin wirklich angepestet, auch davon dass sich nur die “Linke” diesem Protest annimmt, selbst die Grünen vom Heilsbringer Ikea sprechen (dabei ist Weihnachten vorbei).
Auf vielfachen Wunsch möchte ich aus einem an mich gerichteten Schreiben zitieren, dass einen von mir publizierten Artikel in der Frankfurter Rundschau ( http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/1983150_Ikea-in-der-Innenstadt-Aufstand-gegen-Billy.html ) mit folgenden Worten kritisierte:

“Ja, so leicht kann es sich ein Freier Redakteur machen. Da wird über ein Bauvorhaben von IKEA geschrieben, ohne ein Wort zu einem am \”Boden\” liegenden Einkaufzentrum der 70iger Jahre zu schreiben.
Schlimmer jedoch ist, nur die Gegner von \”Billy\” zu erwähnen und zu Worte kommen zulassen und die Pro \”Billy\” nicht mal ansatzweise zu erwähnen.  
Dabei gibt es bereits 5.000 Unterschriften für und knapp über 2.000 Unterschriften gegen \”Billy\”.
Vielleicht sollte sich Ihre Zeitung mehr auf Frankfurt konzentrieren.”

Jeder möge sich ein Bild machen, insbesondere wenn der Absender des Briefes kein Wort darüber verliert, dass er im Berufsleben Sprecher der Altonaer Verwaltung  ist.
Eigentlich habe ich nichts gegen Ikea. Aber unter solchen Umständen…

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