05.11.2009
Statt Diskussionen: Merkel enteignet GM
Ich fahre ja tatsächlich einen Opel, doch langsam wird es mir peinlich. Vor einem Jahr als der Solarkonzern SolarWorld seine Kaufabsicht für Opel kundtat, sah ich mich schon als Kunde eines Autobauers der Zukunft. Pleite wegen verfehlter Modellpolitik und Finanzkrise. Na und? War wohl nötig für den Aufbruch in die nachhaltige Automobilwirtschaft. Dafür wäre ich hupend durch die Stadt gefahren.
Das hat leider nicht geklappt. Trotz Milliarden schwerer Verlusten kommt GM nicht schneller voran als eine Schnecke. Schlimmer noch: Der Konzern benimmt sich wie ein grenzdebiler Zirkusdirektor, der der Öffentlichkeit eine schlechte Nummer nach der anderen serviert. Leider lässt sich auch Frau Merkel mit dem Nasenring durch die Mange ziehen. Ob Herr Westerwelle jetzt mal so richtig Dampf macht und den Zirkuslöwen mimt (he brülls sörtänlie auf deutsch natürlich).
Ganz ehrlich. Wen wundert dieses Taktieren der Ammis eigentlich wirklich? Die wollten doch von Beginn an nicht Mitspielen beim Opelbefreiungskampf. Das einzige bliebe dann wohl doch die Enteignung durch den Staat. Nur mit diesem Machtmittel hätte dieser noch eine Chance, von der Wirtschaftswelt ernst genommen zu werden. So könnte auch den dreisten Versagern aus Detroit klar gemacht werden, dass ihre Zeit vorbei ist. Auch dafür würde ich hupend durch die Stadt fahren.